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Aktionäre verhindern Verkauf von Fortis

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Aktionäre verhindern Verkauf von Fortis

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Der multinationale Finanzkonzern Fortis wird nicht zerschlagen. Die Aktionäre lehnten einen Verkauf von Sparten an die französische Bank BNP Paribas sowie an die Niederlande und Belgien ab. Zu der Versammlung in Brüssel erschienen etwa 4000 der rund 7000 Aktionäre. Damit waren mehr als 20 Prozent des Fortis-Kapitals vertreten. Eine knappe Mehrheit stimmte gegen den Verkauf. Der chinesische Versicherer Ping An hatte bereits vor der Versammlung angekündigt, sich als Hauptaktionär gegen eine Zerschlagung auszusprechen. Ping An hält knapp fünf Prozent an Fortis. Der Finanzkonzern steht damit vor noch größeren Problemen als bisher, denn das Nein bedeutet eine Bankrott-Erklärung. Im vergangenen Jahr hatten die Niederlande die niederländischen Sparten, Belgien das belgische Bankengeschäft und die BNP Paribas weitere Geschäftsbereiche des Konzerns übernommen. Fortis war die Beteiligung am Kauf des niederländischen Rivalen ABN Amro zum Verhängnis geworden. Bereits vor der weltweiten Finanzkrise war der Konzern von einem Bankenkonsortium übernommen worden.