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Knapper Ausgang der Parlamentswahl

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Knapper Ausgang der Parlamentswahl

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Nach dem knappen Ausgang der Parlamentswahl in Israel bemühen sich Benjamin Netanjahu und Tsipi Livni weiter um den Auftrag des Präsidenten zur Regierungsbildung. Nach Auszählung auch der Stimmen von Soldaten, Diplomaten, Häftlingen und Krankenhauspatienten bestätigte die Wahlleitung das Ergebnis: Netanjahus rechtsgerichter Likud hat ein Mandat weniger als die in der politischen Mitte angesiedelte Kadima-Partei. Doch Netanjahu hat potentielle Koalitionspartner auf der Rechten. Und deshalb, so erklärte Professor Peter Medding von der Hebräischen Universität in Jerusalem, nehme Netanjahu für sich in Anspruch, das größere politische Lager zu führen. Der Präsident sei nicht gehalten, den Kandidaten der größten Fraktion zu beauftragen, sondern den mit den besten Aussichten auf eine Regierungsbildung, betont der Professor. Beobachter hatten es bis zuletzt für möglich gehalten, dass Netanjahu mit den noch nicht ausgezählten Stimmen sein Ergebnis verbessern könnte, denn früher hatten die Armeeangehörigen stärker nach rechts tendiert als das Wahlvolk insgesamt. Doch es blieb bei dem knappen Ergebnis.