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Anklage wegen Brandstiftung nach verheerenden Buschbrände in Australien

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Anklage wegen Brandstiftung nach verheerenden Buschbrände in Australien

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Nach den verheerenden Buschbrände in Australien hat ein Gericht eine erste Anklage gegen einen mutmaßlichen Brandstifter erhoben. Der Mann soll vergangenen Samstag den Brand in Churchill nördlich von Melbourne gelegt haben, bei dem 21 Menschen ums Leben kamen. Sein Geisteszustand stehe in Frage, hieß es. Bei dem Mann wurde außerdem kinder-pornografisches Material sichergestellt.

Die Polizei werde nun ihre Arbeit tun, sagte ein leitender Beamter der Behörde, doch die Öffentlichkeit werde nicht erfahren, wo der Mann festgehalten werde, damit es dort nicht zum Ansturm von Menschen komme. Während der südöstlichen Bundesstaat Victoria unter den Folgen der Buschbrände leidet, hat Queensland im Nordosten mit gewaltigen Überschwemmungen zu kämpfen. Doch die Brände haben schlimmere Folgen gezeitigt: Mindestens 181 Menschen kamen ums Leben. 1800 Häuser wurden zerstört und eine halbe Million Hektar Land brannte ab. Es waren die verheerendsten Brände, die Australien je erlebt hat. Und die Polizei ist überzeugt, dass zahlreiche der mehr als 400 Brände in den vergangenen Tagen absichtlich gelegt wurden; sie hat die Bürger aufgefordert, verdächtiges Verhalten zu melden. Auch der Brand in Marysville soll auf Brandstiftung zurückgehen. Dort kamen möglicherweise 100 der 500 Einwohner ums Leben. Die Behörden waren am Freitag noch immer dabei, Leichen zu bergen.