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In Rom beginnt G7-Treffen

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In Rom beginnt G7-Treffen

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In Rom beginnt an diesem Freitagabend das Treffen der Finanzminister der sieben wichtigsten Industrienationen (G7). Sie beraten in erster Linie über Auswege aus der internationalen Finanzkrise. Im Mittelpunkt der Gespräche dürfte das Thema “Protektionismus” stehen. Das Treffen der Finanzminister und Notenbankchefs der USA, Japans, Deutschlands, Großbritanniens, Frankreichs, Italiens und Kanadas findet unter strengen Sicherheitsvorkehrungen statt. Eingeladen ist auch Russland. Der Ökonom Giorgio di Giorgi sagt, die Probleme der Welt dürften nicht auf Ebene der G7 oder G8 gelöst werden, es bedürfe ehrgeizigerer Strukturen, die auch die wichtige neue Rolle der Schwellenländer berücksichtigten. In Rom demonstrierten zahlreiche Gewerkschafter gegen das Treffen der G7 und einen zunehmenden Sozialabbau. Auch nach ihrer Auffassung darf die Finanzkrise nicht dazu führen, dass die nationalen Märkte sich abschotten. Einer von ihnen sagt, was fehle, sei eine gemeinsame politische Strategie. Das erhöhe das Protektionismus-Risiko und führe zu einem totalen Handelskrieg zwischen einzelnen Ländern. Am Ende falle das dann wieder auf die Arbeiter zurück. Ein anderer meint, man könne die Wirtschaft nicht wiederbeleben, denn Wirtschaft bedeute Konsum. Wenn die Leute es nicht einmal bis zur dritten oder vierten Woche eines Monats schafften, wenn die Leute ihre Jobs verlören – wie könne man da die Wirtschaft wiederbeleben? Das sei ein großer Schwindel. Besonders Exportweltmeister Deutschland will das Thema Protektionismus ansprechen. Für Berlin stellt sich vor allem die Frage, ob Hilfen der einzelnen Staaten für die Industrie den Wettbewerb verzerren.