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Papst spricht Klartext

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Vor einer Delegation amerikanischer Juden hat Papst Benedikt XVI. sich erneut strikt gegen jede Leugnung des Holocaust gewandt. Bischof Richard Williamson forderte er auf, seine Äußerungen zu widerrufen. Avner Shalev, der Direktor der Jerusalemer Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem begrüßte die deutlichen Worte des Papstes. Diese seien eine klare Botschaft an die Menschheit und die Anhänger der Kirche. Shalev hoffe, dass der Papst seine Botschaft in aller Deutlichkeit in Yad Vaschem wiederholen werde, wenn er demnächst Israel und Jerusalem besuche.

Papst Benedikt XVI. hatte am Donnerstag seine geplante Reise ins Heilige Land offiziell angekündigt. Yigal Palmor, der Sprecher des israelischen Außenministeriums forderte indes Konsequenzen für den umstrittenen Bischof Williamson. Der Vatikan solle sich nicht nur von diesem Mann und seinen Ansichten distanzieren, sondern auch weitere Schritte unternehmen, um klarzumachen, dass derartige Ansichten von der Kirche vollkommen abgelehnt und als illegitim erachtet werden. Williamsen hatte Ende Januar in einem Fernsehinterview behauptet, es seien keine Juden vergast worden. Seine Teilrehabilitierung durch den Papst hatte in den vergangenen Wochen weltweite Empörung ausgelöst.