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Politische Zwangsehe in Simbabwe

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Politische Zwangsehe in Simbabwe

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Simbabwes neue Regierung hat einen wackeligen Start hingelegt.

Der Grund: Machthaber Robert Mugabe hatte versucht, sieben zusätzliche Minister seiner ZANU-PF-Partei ins Kabinett einzuschleusen. Darüber hinaus wurde der designierte Agrarminister Roy Bennett mit dem Vorwurf des Verrats festgenommen. Nach diesen Vorfällen fiel es schwer, den Worten Mugabes Glauben zu schenken. Er beteuerte im Rahmen der Vereidigung der Minister: “Wenn ich ihnen ehrlich und aufrichtig versichere, dass ich mit Ihnen zusammenarbeiten möchte, dann meine ich das so.” Die Koalitionsregierung der Nationalen Einheit war nach monatelangem Tauziehen zwischen den beiden Erzfeinden Robert Mugabe und Oppositionsführer Morgan Tsvangirai auf Betreiben der Nachbarländer, insbesondere Südafrikas, zu Stande gekommen. Südafrikas Präsident rief die USA, Großbritannien und die EU auf, nun die Sanktionen gegen Simbabwe aufzuheben. Die neue Regierung Simbabwes steht vor immensen Problemen, wie etwa der katastrophalen Wirtschaftslage. Diese werden die politische Zwangsehe auf eine harte Probe stellen.