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Vierter Jahrestag des Mordes an Hariri

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Vierter Jahrestag des Mordes an Hariri

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Zehntausende Menschen haben in Beirut des früheren libanesischen Ministerpräsidenten Rafik Hariri gedacht, der vor genau vier Jahren ermordet wurde. An der Kundgebung im Zentrum der Hauptstadt nahm auch Saad Hariri teil, der zweitälteste Sohn des Ermordeten: Er ist der politische Erbe seines Vaters, der als Regierungschef versucht hatte, den syrischen Einfluss im Libanon zurückzudrängen.

Saad Hariri sagte, man habe sich einmal mehr auf dem Platz der Freiheit versammelt, um Rafik Hariri und allen anderen, die in der Revolution für die Freiheit starben, zuzurufen, dass die internationale Gerechtigkeit nunmehr nahe sei. Das UN-Sondertribunal, vor dem sich die mutmaßlichen Attentäter verantworten sollen, nimmt am 1. März in Den Haag die Arbeit auf. Viele Libanesen vermuten, dass Syrien in den tödlichen Anschlag auf Hariri verwickelt war, bei dem weitere 22 Menschen starben. Damaskus hat eine Beteiligung stets dementiert. Zwei Monate nach dem Attentat zog Syrien seine Truppen aus dem Nachbarland ab.