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Berlinale: Erstlings-Sieg für Peru

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Berlinale: Erstlings-Sieg für Peru

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Die Jury der Berlinale hat den Goldenen Bären an das peruanische Drama “La Teta Asustada”, (“Die Milch des Leids”) von Jungregisseurin Claudia Llosa vergeben. Im Film geht es um das düstere Geheimnis einer jungen Frau, deren Mutter in den Jahren des Terrors in Peru vergewaltigt wurde. Es war das erste Mal, dass Peru bei der Berlinale präsent war, und auf Anhieb heimste das Land den Goldenen Bären ein.

Als bester Darsteller wurde der in Mali geborene 72-jährige Sotigui Kouyate mit einem Silbernen Bären ausgezeichnet. Er spielt die Hauptfigur in dem Film “London River”. Darin geht es um zwei Eltern, eine Britin und einen Franzosen, die in London nach den Bombenanschlägen 2005 nach ihren Kindern suchen und dabei Freundschaft schließen. Der deutsche Beziehungsfilm “Alle Anderen” von Maren Ade holte gleich zwei Preise: Den Großen Preis der Jury sowie den Silbernen Bären für die Hauptdarstellerin, die österreichische Schauspielerin Birgit Minichmayr. Insgesamt kann man in Berlin zufrieden sein: Mit 270.000 verkauften Einrittskarten wurden alle Rekorde gebrochen. An diesem Sonntag geht die Berlinale mit einem Kinotag mit ausgewählten Filmen des Festivals zu Ende.