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Das US-Konjunkturpaket

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Das US-Konjunkturpaket

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Das nun verabschiedete Konjunkturpaket mit einem Umfang von 787 Milliarden Dollar ist ein Kompromiss, auf den sich die beiden Kongress-Kammern nach langen Verhandlungen geeinigt hatten.

Zweck der Maßnahmen ist es, die seit mehr als einem Jahr anhaltende Rezession zu überwinden, in der sich die größte Volkswirtschaft der Welt befindet. Ein Ziel ist die Anregung des Konsums, denn der macht zwei Drittel der Wirtschaft der USA aus. Gut ein Drittel der Gesamtsumme des Pakets ist für Steuersenkungen vorgesehen, von denen die Mittelschicht profitieren soll. Die übrigen zwei Drittel kommen vor allem Investitionen in die Infrastruktur zugute. Ein Nutznießer der Maßnahmen soll die gebeutelte Automobilindustrie sein. Das Konjunkturpaket begünstigt den Kauf von Neuwagen. Allen Steuerzahlern werden einmalig 400 Dollar gutgeschrieben. Außerdem unterstützt die Regierung die Gesundheitsvorsorge für sozial Schwache und Arbeitslose. Um den Konsum nachhaltig anzuregen, müssen Millionen von Arbeitsplätzen gerettet werden. Allein im vergangenen Monat meldeten sich rund 600.000 Menschen arbeitslos. Die Erwerbslosenquote liegt bei 7,6 Prozent und ist damit so hoch wie seit Anfang der neunziger Jahre nicht mehr.

Das Paket soll auch den Immobilienmarkt anregen: Wer sich trotz der schwierigen Lage ein Haus kauft, erhält 8.000 Dollar vom Staat.