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Russland gedenkt des Endes der Afghanistan-Offensive

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Russland gedenkt des Endes der Afghanistan-Offensive

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Russland hat den zwanzigsten Jahrestag des Abzugs der Sowjetarmee aus Afghanistan begangen. Mit einem Trauermarsch durch die Moskauer Innenstadt und Kranzniederlegungen am Grabmal des unbekannten Soldaten und andernorts gedachten Veteranen und Politiker der zahlreichen Opfer dieses Militäreinsatzes, der für die UdsSR zur schmachvollen Niederlage wurde.
 
Auch in anderen ehemaligen Sowjetrepubliken fanden Gedenkveranstaltungen statt.
 
Etwa 15.000 Soldaten kamen bei der zehn Jahre andauernden Offensive und Besatzung ums Leben. Auf afghanischer Seite waren es mehr als eine Million Kriegsopfer.
 
Aber nicht jeder bereut diesen Einsatz: “Dass wir dorthin gingen, war ein politischer Fehler. Vielleicht”, räumt ein Veteran ein. “Aber das schmälert nicht die Verdienste derer, die ihre Pflicht für ihr Vaterland taten.”
 
Als die Sowjetarmee 1979 einrückte, um ihren afghanischen Genossen beim Aufbau eines kommunistischen Staates zur Seite zu stehen, ging sie von einer kurzen Militäroperation aus. Zehn Jahre später musste sie sich geschlagen geben. Etliche Veteranen warnten, dass man aus dem damaligen Fiasko auch heute eine Lehre ziehen sollte.