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Waffenstillstandsverhandlungen in Nahen Osten stocken

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Waffenstillstandsverhandlungen in Nahen Osten stocken

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Die Verhandlungen zwischen Israel und der Hamas über einen längerfristigen Waffenstillstand sind festgefahren. Bei der wöchentlichen Kabinettssitzung in Jerusalem bekräftigte die israelische Regierung, dass sie ein Abkommen mit den Palästinensern von der Freilassung des Soldaten Gilad Schalit abhängig macht. Er wurde vor drei Jahren im Gazastreifen entführt.
 
“Diesmal müssen wir Gilad nach Hause holen, es ist undenkbar, ihn noch länger dort zu lassen”, erklärte der israelische Innenminister Meir Sheetrit. “Dies ist die Gelegenheit, während wir mit der Hamas über einen Waffenstillstand und die Öffnung der Grenzübergänge verhandeln, die Freilassung des Soldaten zur Bedingung zu machen.”
 
Die Hamas hingegen beharrt darauf, die beiden Fragen unabhängig voneinander zu verhandeln. Sie macht zuerst die Öffnung der Grenzübergänge zum Gaza-Streifen für Warenlieferungen zur Bedingung.
 
“Unsere Position ist klar: Wir verurteilen jeglichen Versuch des zionistischen Feindes, den Waffenstillstand mit dem Schicksal dieses Soldaten zu verknüpfen. Dieser Versuch wird alle Anstrengungen für eine Einigung und die ägyptischen Vermittlungsbemühungen vereiteln”, betonte der Hamas-Abgeordnete Mushir al-Masri.
 
Seit Ende der israelischen Militäroffensive Mitte Januar vermittelt Ägypten. Die Hamas fordert im Gegenzug zur Freilassung des Soldaten die Entlassung hunderter Mitstreiter aus israelischer Haft. Auch über die zeitliche Befristung des Waffenstillstands konnten beide Seiten sich bislang nicht einigen.