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Flüchtlingsdrama vor Lanzarote


Spanien

Flüchtlingsdrama vor Lanzarote

Einmal mehr ist für nordafrikanische Bootsflüchtlinge die Überfahrt Richtung Europa zur Todesfahrt geworden.

Nur sechs der 28 Insassen überlebten das Unglück vor Lanzarote, das sich bereits Sonntagabend ereignete. Sie konnten von Surfern und Anwohnern gerettet werden und mussten mit Unterkühlung ins Krankenhaus gebracht werden. Für die anderen, darunter etliche Kinder und eine Schwangere, kam jede Hilfe zu spät. Beim Kentern des Bootes wurden mehrere so unglücklich unter dem Schiffsrumpf eingeklemmt, dass sie sich nicht befreien konnten. Dabei war das rettende Ufer der Kanareninsel nur etwa zwanzig Meter entfernt. Nach ersten Angaben war das Boot, das in Tanger gestartet sein soll, schon längere Zeit von der Küstenwache verfolgt worden. Die verschärften Patrouillen und Radarkontrollen vor den Kanaren und dem spanischen Festland veranlassen die illegalen Zuwanderer zu immer riskanteren Manövern. Mit der Verschärfung der Kontrollen und gezielter Rückführung hatte Spanien auf den Rekord-Zustrom von Flüchtlingen im Jahr 2006 reagiert.

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