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Regieren ohne Ende

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Hugo Chavez hat es geschafft. Das Verfassungsreferendum über eine unbegrenzte Wiederwahlmöglichkeit für den Staatschef ist zu dessen Gunsten ausgefallen. Damit kann der sozialistische Präsident auch nach Ablauf seiner zweiten Amtszeit 2013 wiedergewählt werden.

Auf dem Balkon des Präsidentpalastes Miraflores in der Hauptstadt Caracas sprach Chavez von einem großen Sieg: “Der heutige Sieg ist ein Sieg für ganz Venezuela. Es ist ein Sieg für alle die nicht abgestimmt haben, ein Sieg aller, die ‘Nein’ gestimmt haben. Ja sogar all jener, die ihre Niederlage nicht akzeptieren und nicht verstehen, dass dies ein Sieg für Venezuela ist und einn Sieg aller, die zu Venezuela gehören.” Nach Auszählung von knapp 95 % der Stimmen votierten 54,36 % für die Verfassungsänderung, 45,63 % dagegen. Insgesamt waren knapp 17 Millionen Wahlberechtigte zur Abstimmung aufgerufen. Noch im Dezember hatten die Venezolaner eine Verfassungsänderung mit knapper Mehrheit abgelehnt. Die Opposition hatte vor der neuerlichen Abstimmung vor einer drohenden Diktatur von Chávez gewarnt. Dieser führt das südamerikanische Land seit 1999 und will noch mindestens bis 2019 Präsident bleiben.