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Kosovo feiert ein Jahr Unabängigkeit

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Kosovo feiert ein Jahr Unabängigkeit

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Das Kosovo feiert an diesem Dienstag den ersten Jahrestag seiner staatlichen Unabhängigkeit. Die Regierung in Pristina will 150.000 Euro für die Feierlichkeiten ausgeben, die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Das Kosovo hatte sich vor einem Jahr als frühere serbische Provinz gegen den Willen Belgrads zum jüngsten europäischen Staat erklärt und wird inzwischen von 54 Staaten völkerrechtlich anerkannt. Serbien verlangt noch immer die Rückkehr des Kosovo in seinen Staatsverband. Kosovos Regierungschef Haschim Thaci sagte im Interview mit euronews, er denke, dass sein Land in diesem Jahr von weiteren Staaten anerkannt werde, sogar vom Nachbarn Serbien. Das Kosovo sei bereit, eine Botschaft in Belgrad zu eröffnen, man würde es auch begrüßen, wenn Belgrad eine Botschaft in Pristina eröffne, damit man das Kapitel des Konflikts zwischen Serbien und dem Kosovo schließen könne und für immer Frieden in der Region herrsche. Das serbische Parlament will an diesem Dienstag gemeinsam mit der serbischen Minderheit eine Sondersitzung auf dem Gebiet des Kosovo abhalten. Die Regierung in Pristina bezeichnete das als “Provokation”. Für einen ruhigen Verlauf der Unabhängigkeitsfeiern soll die von der Nato angeführte Schutztruppe KFOR sorgen. An der Nordgrenze des Kosovo zu Serbien werden jetzt erstmals auch EU-Zöllner eingesetzt.