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Pakistan führt Scharia ein

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Pakistan führt Scharia ein

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Die pakistanischen Behörden haben die Einrichtung von Scharia-Gerichten im umkämpften Swat-Tal angekündigt. Dieser Schritt gilt als Zugeständnis an die islamistischen Taliban. Ein entsprechendes Abkommen zwischen der Regierung der Nordwest-Provinz und dem Geistlichen Maulana Sufi Mohammad sei heute unterzeichnet worden, hieß es. Mohammads Schwiegersohn ist der Chef der Taliban im Swat-Tal. Ein Teilnehmer an dem Treffen zwischen Vertretern der Regionalregierungen und den Taliban sagte, in der Region Malakand werde die Scharia eingeführt und danach werde es wieder Frieden geben. Bei heftigen Gefechten im Swat-Tal sind in den vergangenen 14 Monaten hunderte Zivilisten, Aufständische, Beamte und Angehörige der Sicherheitskräfte getötet worden. Die Regierung der Atommacht Pakistan hat über weite Teile des Swat-Tals und der halbautonomen Stammesgebiete an der afghanischen Grenze keine Kontrolle mehr. Bei einem mutmaßlichen US-Raketenangriff im pakistanischen Grenzgebiet zu Afghanistan wurden mehrere Extremisten getötet. Nach Angaben von Augenzeugen wurden zehn Aufständische getötet und rund ein Dutzend weitere verletzt. Zwei Raketen hätten ein Haus im Stammesgebiet Kurram zerstört, in dem sich Angehörige der Taliban versammelt hätten.