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Italien: Linkenchef tritt nach Wahldebakel zurück

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Italien: Linkenchef tritt nach Wahldebakel zurück

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Aus und vorbei für Walter Veltroni: Erneut ist seine Demokratische Partei schwer geschlagen worden. Bei der Regionalwahl auf Sardinien verlor sein Mann für den Gouverneursposten deutlich gegen den Kandidaten der Rechten, also des Lagers von Italiens Regierungschef Sivio Berlusconi.

Veltroni ist nun zurückgetreten; die ohnehin zerstrittene Linke damit noch tiefer in die Krise gestürzt. Veltroni war schon länger umstritten: Nach der verlorenen Parlamentswahl vom April schaffte er es nicht, die Partei wieder aufzurichten. 43 Prozent der Sardinier hatten nun für Renato Soru gestimmt, ein bekannter Unternehmer und bis vor einem Vierteljahr selbst Gouverneur, dann aber im Streit mit den eigenen Leuten zurückgetreten. “Diese Wahl hätten wir gewinnen müssen”, sagt Soru; “nur so hätten wir unserer Partei weiterhelfen können. Trotzdem denke ich, dass vor der Demokratischen Partei noch eine große Zukunft liegt.” 52 Prozent der Stimmen gingen aber an Ugo Cappellacci, von der Berlusconi-Partei “Volk der Freiheit”. Berlusconi hatte für den völlig unbekannten Capellacci intensiv Wahlkampf gemacht; dadurch wurde die sardinische Regionalwahl zu einer Art Abstimmung über ihn selbst – mit Erfolg: Eine Opposition muss er nun weiterhin kaum fürchten.