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Staatshilfen für General Motors beantragt

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Staatshilfen für General Motors beantragt

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Bis zu 30 Milliarden Dollar an Staatshilfen braucht der angeschlagene US-Autokonzern General Motors zum Überleben. Ansonsten drohen ab März Liquiditätsprobleme. Das geht aus einem Sanierungsplan hervor, den der Autobauer heute der US-Regierung vorgelegt hat. Der Sanierungsplan sieht die Streichung von 47.000 Arbeitsplätzen sowie die Schließung einiger Werke vor. Das könnte auch Opel in Deutschland betreffen, eine Tochter von General Motors.

“In Bezug auf Opel sprechen wir derzeit mit verschiedenen Seiten, dazu gehört auch die deutsche Regierung”, erklärte der Vorstandschef von General Motors, Rick Wagner. Bislang sei aber noch kein Käufer aufgetaucht. In Deutschlands Opelwerken geht nun die Angst um. Mehr als 25.000 Beschäftigte hat Opel in Deutschland; das Werk in Bochum könnte von der Schließung bedroht sein. Die Idee, Opel komplett aus General Motors herauszulösen, wird in der Politik skeptisch betrachtet, vom Opel-Betriebsrat jedoch verfochten. “Ich persönlich bin ja auch der Hoffnung, dass man sich von GM trennen kann, weil es doch ziemlich angeschlagen ist und man selbstständig vielleicht doch besser klarkäme”, sagte dieser Opelarbeiter aus Bochum. Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Jürgen Rüttgers warnte General Motors unterdessen, Werksschließungen würden auf massiven Widerstand stoßen.