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Kirgisen schmeißen US-Truppen raus

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Kirgisen schmeißen US-Truppen raus

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Die Vereinigten Staaten müssen ihren Stützpunkt im mittelasiatischen Kirgistan aufgeben. Mit nur einer Gegenstimme beschloß das kirgisische Parlament am Donnerstag die Kündigung des Stationierungsabkommens mit den USA. Die Regierung begründete die Schließung mit der wachsenden Stabilität in Afghanistan und der Ablehnung der US-Soldaten durch die kirgisische Bevölkerung. Außerdem sei Washington nicht bereit eine angemessene Pacht für den Stützpunkt Manas zu zahlen.

Die Luftwaffenbasis auf dem internationalen Flughafen von Bischkek ist eine wichtige Drehscheibe für die Versorgung der amerikanischen und der Nato-Truppen in Afghanistan. Nach Angaben des Pentagon werden hier monatlich bis zu 15.000 Passagiere und 500 Tonnen Versorgungsgüter abgefertigt. 2006 wurde die Pacht für Manas auf 17,5 Millionen Dollar erhöht. Anfang des Monats erhielt Kirgistan von Moskau 2 Milliarden Dollar Finanzhilfe. Nach Angaben der kirgisischen Regierung besteht kein Zusammenhang zwischen der Finanzhilfe und der Schließung von Manas.