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Proteste auf Guadeloupe halten an

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Proteste auf Guadeloupe halten an

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Die Proteste auf der französischen Karibikinsel Guadeloupe halten an. Auch in der vergangenen Nacht wurden wieder mehrere Geschäfte geplündert und in Brand gesetzt, mehr als 30 Menschen wurden festgenommen. Aus Frankreich wurden inzwischen weitere Polizeieinheiten nach Guadeloupe verlegt. Die Gewerkschaften riefen die Demonstranten dazu auf, Ruhe zu bewahren. Dieser Mann sagt, ob man sich vorstellen könne, das die französische Stadt Bordeaux vier Wochen lang blockiert werde, und dass der Präsident sich dann verstecke.

Auslöser der sozialen Unruhen waren die hohen Lebenshaltungskosten auf der Inselgruppe. Die französischen Überseegebiete werden vom Festland subventioniert. Die eigene Wirtschaft ist kaum entwickelt, der Tourismus ist Haupteinnahmequelle. Zahlreiche Produkte werden importiert.

Die Proteste richten sich zunehmend auch gegen die ungleiche Verteilung der Reichtümer zwischen der zum Teil weißen Oberschicht und der mehrheitlich schwarzen oder dunkelhäutigen Bevölkerung. In dieser Woche hatte es bei den Unruhen ein erstes Todesopfer gegeben.