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Prozess gegen "Schuhwerfer von Bagdad" vertagt

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Prozess gegen "Schuhwerfer von Bagdad" vertagt

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Die Szene ist zur Legende geworden: Mitte Dezember warf der irakische Fernsehreporter Muntasser al-Saidi bei einer Pressekonferenz in Bagdad seine Schuhe nach dem damaligen amerikanischen Präsidenten George W. Bush geworfen – getroffen hat er nicht. Heute wurde das Verfahren kurz nach dem Auftakt auf den 12. März vertagt. Al-Saidis Verteidiger wollen erreichen, dass die Anklage fallengelassen und ihr Mandant auf freien Fuß gesetzt wird. Für al-Saidi arbeiten 25 Anwälte. Einer von ihnen sagt, die Vertagung werde Folgen für diesen Fall haben, denn das Gericht wolle Gerechtigkeit. Die irakische Justiz sei unabhägig und niemand könne ihre Entscheidungen beeinflussen. Der 30 Jahre alte Beschuldigte wurde in Handschellen von Sicherheitskräften im Gericht vorgeführt. Als er eintraf, brandete Beifall auf. Die Anklage wirft al-Saidi “Angriff auf ein ausländisches Staatsoberhaupt” vor. Ihm drohen bis zu 15 Jahre Haft.