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Revolte in Flüchtlingslager

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Revolte in Flüchtlingslager

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In einem Flüchtlingslager auf der italienischen Mittelmeerinsel Lampedusa ist es zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Immigranten und der Polizei gekommen. 14 Personen mussten anschließend mit Rauchvergiftungen ambulant behandelt werden.

Auslöser für die Unruhen war die geplante Abschiebung von 107 illegalen Einwanderern aus Tunesien. Aus Protest setzten die Immigranten Müll und andere Materialien in Brand. Eine Wohngebäude wurde dabei komplett zerstört. Die Proteste auf Lampedusa hatten schon am Dienstag begonnen, nachdem 300 Tunesier in dem völlig überbelegten Lager in den Hungerstreik getreten waren. Inzwischen habe sich die Lage in dem Auffanglager aber wieder beruhigt, versicherten Sprecher der Sicherheitskräfte. Jedes Jahr versuchen zehntausende Flüchtlinge von Nordafrika aus per Boot das europäische Festland zu erreichen. Allein auf Lampedusa strandeten im vergangenen Jahr rund 31.000 Immigranten. Das Lager ist für 800 Insassen konzipiert. Nach Angaben der Lagerleitung befinden sich aber rund 890 Gefangene auf Lampedusa.