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Italien: Eilmaßnahmen gegen Vergewaltigungen

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Italien: Eilmaßnahmen gegen Vergewaltigungen

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Nach den jüngsten Fällen von Vergewaltigungen in Italien hat die Regierung das Recht verschärft: Eine Eilverordnung regelt jetzt zum Beispiel, dass die Verdächtigen in solchen Fällen in Untersuchungshaft bleiben müssen, also nicht vorläufig nach Hause dürfen. Für die Opfer übernimmt der Staat die Anwaltskosten.

Außerdem sind nun die umstrittenen Bürgerwehren erlaubt: allerdings ohne Waffen, nur mit Telefon oder Funkgerät. Man wolle weg von selbst ernannten Streifen, sagt der Innenminister; hin zu ehrenamtlichen Sicherheitshelfern, die kontrolliert und überwacht würden. Die Polizei sei dafür; jedenfalls die Polizisten, die jeden Tag auf der Straße arbeiteten. Nach den jüngsten Vergewaltigungen kam es erneut zu Übergriffen auf Einwanderer. Der Zorn richtet sich oft gegen Rumänen, von denen besonders viele im Land sind. Man wolle aus dieser unnormalen Lage gegenüber Italien heraus, sagt Rumäniens Außenminister nun; durch Gespräch und Zusammenarbeit. Und er verweist zum einen auf die vielen italienischen Firmen in seinem Land, zum anderen auf die Million Rumänen in Italien, von denen die überwiegende Mehrheit dort ehrlich lebe und arbeite. Am Montag wird der Außenminister nach Italien reisen und seinen Kollegen treffen. Der hat gerade schärfere Maßnahmen gegen straffällige Rumänen wie etwa schnellere Prozesse und sofortige Ausweisungen gefordert.