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Saab stellt Insolvenantrag

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Saab stellt Insolvenantrag

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Der schwedische Autobauer Saab stellt Insolvenzantrag. Das hat der Aufsichtsrat beschlossen. Die Produktion soll aber weiterlaufen.

Zuvor hatte die schwedische Regierung Hilfsersuchen des angeschlagenen US-Mutterkonzerns General Motors abgewiesen. Dabei ging es vor allem um Kreditgarantien. Saab ist einer der kleinsten europäischen Autohersteller. Im vergangenen Jahr setzte das Unternehmen keine 100.000 Fahrzeuge mehr ab. Derzeit beschäftigt Saab noch rund 4000 Menschen. Von einem endgültigen Aus wären insgesamt bis zu 30.000 Arbeitsplätze betroffen. Mit dem Reorganisationsverfahren will GM den Weg freimachen für eine selbständige Zukunft der Tochter. Saab-Geschäftsführer Jan Aake Jonsson sagte, dies sei der beste Weg. Unter Aufsicht eines Insolvenzverwalters soll das Unternehmen umstrukturiert werden. Laut GM sind dafür weitere Finanzsspritzen nötig. Saab fährt seit mehr als zehn Jahren Verluste ein. Als mögliche Rettung gilt schwedischen Medien zufolge ein Zusammengehen mit Opel. Der deutsche Hersteller gehört ebenfalls zum schwer angeschlagenen GM-Konzern.