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Geiz und Glamour: London Fashion Week trotzt Krise

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Geiz und Glamour: London Fashion Week trotzt Krise

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Die Mode von 2008 – bei der diesjährigen Londoner Fashion Week ist sie “out”. In Krisenzeiten ist Sparen Mode. Doch Glanz und Glamour bleibt “in”: Die Messe feiert ihren 25. Geburtstag. Und das nicht zu knapp bemessen. In aufwändigen Soirées zeigen sich die Couturiers gegenseitig, dass die Krise an ihnen selbst vorbei geht.

Zu “Wachsamkeit in der Wirtschaftskrise” rät Designer Paul Smith: “Keine Kompromisse, nicht zu sehr auf die Rezession reagieren, in Hinblick auf Kreativität oder Preis. Nicht locker lassen.” Kleinere Schauen, weniger Models. Puppen statt Püppchen. Die Defilés treten bescheidener auf. Die Stadt schießt sogar zehntausende Pfund dazu – angesichts der Millionen, die die Schau in die Kassen spült, aber eher ein Accesoire. Auch bei Modemacherin Betty Jackson ist Krise kein Motiv: “Die Kreativen haben immer auf solche Situationen reagiert – aber wir sind in einer Kredit-Krise, nicht in einer Kreativitäts-Krise. Alle werden härter arbeiten. Das wird spannend.” Und auch bei Nachwuchsdesignern ist es nicht die Stirn, die Falten schlägt. Erstmals gibt es für sie einen eigenen Nachmittag. Außerdem im Trend: Nachhaltigkeit. Und so ist die Londoner Fashion Week sogar ein klein wenig größer als im Vorjahr – bei aller Bescheidenheit.