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Mit US-Soldaten ziehen aus Manas auch Jobs ab

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Mit US-Soldaten ziehen aus Manas auch Jobs ab

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Die US-Streitkräfte müssen ihre Basis im kirgisischen Manas verlassen. Doch mit den Amerikanern gehen auch Jobs. Der Stützpunkt ist wichtig für den Afghanistan-Nachschub. Der Verlust müsste durch Basen in Europa und am Golf ausgeglichen werden. Konvois könnten durch Tadschikistan und Usbekistan rollen. Die Landroute über Pakistan wird zunehmend unsicher.

Das Aus nach acht Jahren folgt, so vermuten die Amerikaner, auf russischen Druck hin. Gemischte Reaktionen in Bischkek: Die Arbeit in der Basis sei vielleicht gut gewesen, sagt eine Pssantin, aber sonst, bei Terror oder Gewalt, habe es durch die Präsenz der Amerikaner eigentlich keine Verbesserung gegeben. Jeden Monat wurden hunderte Tonnen Güter in Manas umgeschlagen, 15.000 Soldaten machten Station. Es werde schwierig, sagt eine Kantinen-Kraft, sie müsse sich einen neuen Job suchen und viel Arbeit gebe es nicht in Kirgisistan. In spätestens sechs Monaten muss der letzte Amerikaner abheben, so will es der Parlamentsbeschluss vom Donnerstag. Doch noch gibt sich das Pentagon nicht geschlagen und bietet an, die Miete von gut einer Million Euro pro Monat aufzustocken.