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Palästinenser enttäuscht über Israels Wahlergebnis

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Palästinenser enttäuscht über Israels Wahlergebnis

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In Israel hat die Zeit der Verhandlungen über eine Regierungskoalition begonnen. Nachdem Benjamin Netanjahu, der Chef der rechten Likud-Partei, von Staatspräsident Schimon Peres mit der Regierungsbildung beauftragt worden ist, hat er für Sonntag ein Treffen mit seiner Rivalin Tzipi Livni von der Kadima-Partei vereinbart. Netanjahus Ziel ist es, eine möglichst breite Koalition mit der Kadima und eventuell mit der Arbeitspartei einzugehen. Livni lehnt bislang eine Koalition mit Netanjahu ab. Unter den Palästinensern sind die israelischen Wahlergebnisse mit Pessimismus aufgenommen worden. Im Gazastreifen erklärte der Sprecher der islamischen Hamas, Fauzi Barhoum:

Dies beweist, dass die israelische Politik sich immer mehr zum Schlechten hin entwickelt. Es zeigt, dass es in der nahen Zukunft keine Möglichkeit für Sicherheit oder irgendeine Form des Friedens in der Region geben kann. In Ramallah im Westjordanland gab sich auch Saeb Erekat, der Chefunterhändler der Palästinenser, entschlossen: Wir werden nicht verhandeln um des Verhandelns willen. Wir werden nicht mit einer israelischen Regierung verhandeln, die den Siedlungsbau fortsetzt, eine Zwei-Staaten-Lösung ablehnt und abgeschlossene Verträge nicht akzeptiert. Im Dorf Bil’in in der Nähe von Ramallah demonstrierten unterdessen Palästinenser gegen den israelischen Trennzaun und lieferten sich Auseinandersetzungen mit israelischen Soldaten.