Eilmeldung

Eilmeldung

Yves-Saint Laurents Kunstsammlung kommt unter den Hammer

Sie lesen gerade:

Yves-Saint Laurents Kunstsammlung kommt unter den Hammer

Schriftgrösse Aa Aa

Noch nie wurde eine Auktion in Frankreichs Haupstadt so in Szene gesetzt, und bevor diese beginnt will auch die Öffentlichkeit Teil haben am Spektakel.

Hunderte Menschen drängelten sich am Samstag vormittag vor dem Pariser Grand Palais, in dem die Kunstsammlung des verstorbenen Modeschöpfers Yves-Saint Laurent sowie dessen Lebensgefährten Pierre Bergé zu bestaunen ist. Ab Montag dann wird die Sammlung versteigert werden, der Wert der Exponate wird auf 300 Millionen Euro geschätzt. Meisterwerke von Picasso und Matisse oder Silberpokale aus dem ehemaligen Besitz des Königshauses Hannover sorgen seit Wochen für Aufsehen, genauso wie aber auch chinesische Bronzeskulpturen, die zum Politikum geworden sind. Man verstehe die Position Chinas, sagt dazu ein Veranstalter, aber es gäbe keinen Grund, die Skulpturen nicht zu verkaufen. Die Kunststücke, um die der Streit entbrannt ist, stammen aus der Zeit um 1743. China will die seltenen Stücke wiederhaben, weil sie während des Zweiten Opiumkrieges von Frankreich und England gestohlen worden sein sollen. Das Auktionshaus Christie’s hat für die Versteigerung das Grand Palais für die stolze Summe von 300.000 Euro angemietet, für dessen Dekoration wurde rund eine Million Euro investiert.