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EU will gegen Steueroasen vorgehen

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EU will gegen Steueroasen vorgehen

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Einigkeit und Entschlossenheit demonstrierten die Teilnehmer des EU-Gipfels in Berlin zur Vorbereitung des Londoner Weltfinanzgipfels im April. Umfassende Kontrolle der internationalen Finanzmärkte und unnachgiebiges Vorgehen gegen Steueroasen kündigten die EU-Staats- und Regierungschefs an. Die Gipfel-Gastgeberin Angela Merkel verlangte Sanktionen gegen Steueroasen.

Zum Handeln aufgerufen wurden nicht nur die nationalen Regierungen, sondern auch auf internationaler Ebene — bei Weltwährungsfond und Weltbank — soll mehr getan werden. Internationale Institutionen sollen mindestens 500 Milliarden Dollar erhalten. Sie sollen nicht nur auf zukünftige Krisen reagieren, sagte der britische Premierminister Gordon Brown , sondern müssen in die Lage versetzt werden, Krisen in Zukunft zu verhüten.” Etwas ungläubige Gesichter gab es in Berlin, als Italiens Ministerpräsident Berlusconi erklärte, seinem Land gehe es im Grunde besser als allen anderen EU-Staaten. Insgesamt überwog die Zuversicht, dass alle von den beschlossenen Maßnahmen profitieren werden: “Gemeinsam werden wir Erfolg haben”, so der spanische Ministerpräsident Zapatero. “Wir werden diese Krise überwinden und am Ende ein neues Finanzsystem haben, dass solide, transparent und ethisch ist.” Wenn sich Europa beim Weltfinanzgipel mit seinen Vorstellungen durchsetzen kann, könnten Banken in Ländern wie Liechtenstein oder in der Schweiz unter Druck geraten, ihre Geschäftspraxis zu ändern.