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Gerichtsverfahren wegen Chemiekatastrophe eröffnet

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Gerichtsverfahren wegen Chemiekatastrophe eröffnet

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Heute hat im französischen Toulouse der Prozess um die AZF begonnen. Am 21. September 2001 war es in der zu TotalFinaElf gehörenden Düngemittelfabrik zur Explosion mehrerer hundert Tonnen Ammoniumnitrat gekommen.

Die Ursache des Unglücks konnte bisher nicht geklärt werden. Diese Chemiekatastrophe kostete 30 Menschen das Leben. Mehr als 2.500 Menschen wurden schwer verletzt. Über 8.000 Personen wurden in den umliegenden Stadtvierteln leicht verletzt, hervorgerufen durch von der Druckwelle verursachte Glassplitter, Schutt und Trümmerteile. Unzählige Opfer litten unter der psychischen Auswirkung der Explosion. Anderthalb Jahre nach dem Unglück mussten noch immer mehr als 14.000 Menschen wegen Angstzuständen, Depressionen und Schlaflosigkeit behandelt werden. Die Fabrik wurde durch die Explosion weitgehend zerstört. Die Schäden im Stadtgebiet von Toulouse wurden auf 1,5 Milliarden Euro beziffert. Der Prozess soll vier Monate dauern.