Eilmeldung

Eilmeldung

Kein Brotverbot von der Kommission

Sie lesen gerade:

Kein Brotverbot von der Kommission

Schriftgrösse Aa Aa

Aufatmen in den Bäckereien: Brüssel lenkte auf Druck der deutschen Bäckerzunft ein. Der Grenzwert für Salz in Brot und Brezeln wird nun wahrscheinlich höher ausfallen als zunächst geplant. Überschreiten Bäcker diesen Wert, sollen sie ihre Backwaren lediglich nicht mehr als “besonders gesund” bezeichnen dürfen. Trotzdem dürfen sie weiter verkauft werden.

Die Kommissionssprecherin Nina Papadoulaki machte deutlich, dass man kein Brot verbieten und keinen maximalen Salzanteil vorschreiben wolle – weder in Deutschland noch anderswo in der EU. Man sei sich der Bedeutung des Themas bewusst. Die Handlungen der Kommission basierten auf genauen Beratungen, um die Nährwerte in Lebensmitteln für den Verbraucher transparenter zu machen. Wie hoch der Gehalt sein darf, bis ein Brot nicht mehr als “besonders gesund” gilt, steht noch zur Diskussion. Die Kommission will ihre erste Festlegung von einem Prozent Salz voraussichtlich erhöhen – was zunächst für Proteste bei deutschen Bäckern gesorgt hatte. Deutsche Brote enthalten zwischen 1,5 und 2 Prozent Salz. Konkrete Vorschläge soll es Ende März geben.