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Stillstand bei Grenzstreit

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Stillstand bei Grenzstreit

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Im Konflikt zwischen Slowenien und Kroatien ist kein Fortschritt erzielt worden. Das erste Treffen der Ministerpräsidenten Borut Pahor und Ivo Sanader im slowenischen Mokrice brachte keine Annäherung – wie zunächst von der EU erhofft.

Für Kroatien hängt viel von einer Lösung des Grenzstreits ab: Sie ist eine Bedingung, um Mitglied der Europäischen Union zu werden. Denn um das zu verhindern, reicht die Blockade eines EU-Staates – in dem Falle Sloweniens. Auch Kroatiens NATO-Beitritt hängt davon ab. In dem Konflikt geht es um zwei kleine Land- und Küstenstreifen an der Adria. Die beanspruchen sowohl Slowenien als auch Kroatien seit ihrer Unabhängigkeit Anfang der 90er Jahre für sich. Slowenien will sich damit einen Zugang zu internationalen Gewässern schaffen. Denn die slowenischen Küstengebiete sind eingekesselt von italienischen und kroatischen Gewässern. 2001 waren die Vorgängerregierungen bereits zu einem Kompromiss gekommen. Der wurde jedoch vom kroatischen Parlament abgelehnt. Während Slowenien den finnischen Nobelpreisträger Martti Athisaari als Vermittler einsetzen will, will Kroatien den Grenzstreit vor dem Internationalen Gerichtshof in den Den Haag austragen.