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Katerstimmung in der deutschen und britischen Wirtschaft

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Katerstimmung in der deutschen und britischen Wirtschaft

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Der dramatische Einbruch der Exporte hat die deutsche Wirtschaft im vierten Quartal 2008 tief in die Rezession gestürzt. Die Wirtschaftsleistung schrumpfte zum Jahresende um 2,1 Prozent, die Exporte sackten um 7,3 Prozent ab.

Damit ging es mit dem Bruttoinlandsprodukt (BIP) im dritten Quartal in Folge bergab – der steilste Absturz seit mehr als zwei Jahrzehnten. Experten sprechen bereits von der schwersten Rezession seit dem zweiten Weltkrieg. Für 2009 rechnet selbst die Regierung in Berlin mit 2,25 Prozent Einbusse. Pessimisten – oder Realisten ? – gehen bis zu 5 Prozent Minus. Trübe sind auch die Aussichten in Grossbritannien. Nach minus 1,5 Prozent im abgelaufenen Quartal drohen für 2009 minus drei Prozent. Ein wichtiger Grund für den starken Rückgang war die Kaufzurückhaltung der Verbraucher. Der private Konsum sank so stark wie seit 1991 nicht mehr. Aber auch dahinter grinst die Finanzkrise: Im wichtigsten Wirtschaftszweig des Landes – Dienstleistungen – dominieren Banken und Versicherungen. Die Internationalen Arbeitsorganisation ILO schätzt, dass in der Finanzmetropole London bis zu 200 000 gutbezahlte Arbeitsplätze auf der Kippe stehen oder bereits verloren sind.