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Zwei neue Überwachungsorgane geplant

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Zwei neue Überwachungsorgane geplant

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Im Kampf gegen die Finanzkrise will Brüssel doch nicht auf einzige neue Regulierungsbehörde setzen. Stattdessen sollen nach dem Willen der EU-Kommission zwei Räte geschaffen werden. Diese sollen die Finanzinstitute überwachen und Risiken auf den Finanzmärkten im Auge haben.

Europa könnte es schnell schaffen, dieses nicht sehr komplizierte System aufzubauen, erklärte der Chef einer Expertengruppe Jacques de Larosière. Die Europäische Zentralbank erwarte diesen Schritt. Das System würde für Glaubwürdigkeit bei internationalen Instanzen sorgen, die es heutzutage noch nicht gebe. Doch der Bericht der Expertengruppe stieß nicht bei allen auf Gegenliebe. Vor dem Kommissionsgebäude kam es zu Protesten. Angeprangert wurde die Zusammensetzung der Gruppe, die nur die Interessen der Finanzwelt und nicht jene der Europäer vertrete, so der Vorwurf. Die Finanzindustrie habe schon immer einen großen Einfluss auf die Politik der Kommission gehabt. Diese befolge, was die Banken ihr diktieren, das spiegele sich auch in der Expertengruppe wieder. Geplant ist einmal, einen Europäischen Risiko Rat zu schaffen. Er soll von der Europäischen Zentralbank geleitet werden und die Stabilität der Finanzmärkte auswerten. Weiter ist ein Europäisches System für finanzielle Aufsicht vorgesehen.