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Meuterer in Bangladesch geben offenbar auf

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Meuterer in Bangladesch geben offenbar auf

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Die Meuterer in Bangladesch geben offenbar ihre Waffen ab und ziehen sich in die Kasernen zurück; in welchem Umfang, ist allerdings unklar. Nach neuen Regierungsangaben gilt das für alle Einheiten in der Hauptstadt Dhaka.

Zuvor hatte es allerdings noch Berichte über eine Ausweitung der Meuterei und über Schießereien in mehreren anderen Städten gegeben. Die Regierung forderte die Meuterer erneut dazu auf, die Kämpfe einzustellen, und drohte mit Gegenmaßnahmen. Die meuternden Einheiten sind die Bangladesh Rifles, eine Art Grenzpolizei, die aber auch andere Aufgaben erfüllt. Nach bisherigen Angaben ging es bei ihrem Protest um die Bezahlung, aber auch um Rivalitäten mit der Armee. Die Kommandeure der Grenztruppen sind meistens Armeeoffiziere, die besser gestellt sind; das hat zu Unmut geführt. Gestern, am ersten Tag der Meuterei, wurden in den Kämpfen möglicherweise fast fünfzig Menschen getötet. Die Ereignisse sind auch ein Prüfstein für die junge Regierung von Bangladesch, die nach einer Zeit der Militärherrschaft jetzt gerade erst seit letztem Monat im Amt ist.