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Auch Lloyds will unter Schutzschirm

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Auch Lloyds will unter Schutzschirm

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Bei der britischen Lloyds Bank hat sich die im Herbst übernommene Halifax Bank of Scotland (HBOS) sich als gefährlicher Kapitalvernichter herausgestellt. Die Lloyds Bank ist gezwungen, erneut den Staat um Hilfe zu bitten.

Der Baufinanzierer Halifax hat im vergangenen Jahr einen Verlust vor Steuern von gut 12 Milliarden Euro gemacht. Das schluckt den Vorsteuergewinn des neuen Mutterkonzerns Lloyds Banking Group. Das fusionierte Bankhaus weist für 2008 insgesamt 11,3 Milliarden Euro Verlust aus, nach fast ebensoviel Gewinn im Jahr zuvor. Besser als 2008 soll auch das laufende Jahr nicht werden. Schwierig ist vor allem das Privatkundengeschäft. Es leidet unter der wachsenden Arbeitslosigkeit den abgestürzten Hauspreisen. Um Schlimmeres zu verhindern, will Lloyds sich nun unter den neuen Rettungsschirm des Saates flüchten. Er soll faule Wertpapiere absichern, angeblich für gut 280 Milliarden Euro. Erst im Herbst hatte sich die Lloyds Bank dazu bereiterklärt, die HBOS zu übernehmen und vor dem Zusammenbruch zu bewahren. Damals hatte der Staat eine Hilfe von gut 19 Milliarden Euro gewährt und sich im Gegenzug mit 43 Prozent an der Bankengruppe beteiligt. Die britische Regierung hatte am Donnerstag ihre Versicherung für Anlagevermögen vorgestellt, das in der Finanzkrise dramatisch an Wert verloren hat und die Banken zu ersticken droht. Das Programm ist maßgeschneidert für RBS und Lloyds, die die vergangenen Monate ohne massive Staatshilfe nicht überlebt hätten. Die Royal Bank of Scotland (RBS) hatte den bisher höchsten Verlust in der Geschichte eines britischen Unternehmens von 27 Milliarden Euro verkündet. Die inzwischen zu 80 Prozent vom Staat kontrollierte RBS will mit Hilfe des staatlichen Rettungspakets faule Wertpapiere im Volumen von 366 Milliarden Euro versichern.