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Baskenland und Galicien vor Regionalwahlen am Wochenende

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Baskenland und Galicien vor Regionalwahlen am Wochenende

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Die spanischen Sozialisten hoffen, an diesem Wochenende auch im Baskenland an die Macht zu gelangen. Nach letzten Umfragen könnten die Sozialisten im Regionalparlament etwa ebensoviele Sitze erhalten wie die seit Jahrzehnten regierenden Nationalisten.

Mit der absoluten Mehrheit können die Sozialisten nicht rechnen, so sehr sich Spaniens Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero im Wahlkampf für seinen baskischen Parteifreund Patxi López engagierte, doch ein Koalitionspartner hat sich den Sozialisten bereits angeboten: Die spanischen Konservativen, die in Madrid zu Zapateros Sozialisten in Opposition stehen.

Dann hätte das Baskenland keine nationalistische Regierung mehr – wie gegenwärtig unter Juan José Ibarretxe – , sondern eine pro-spanische Regierung – erstmals seit dem Ende der Franco-Diktatur. Nach den Umfragen wird die von Ibarretxes Nationalisten geführte Dreier-Koalition voraussichtlich keine ausreichende Mehrheit erhalten. Anhänger der verbotenen Untergrundorganisation ETA durften keine Kandidaten aufstellen; sie werden erstmals seit drei Jahrzehnten nicht mehr im baskischen Parlament vertreten sein.

Gewählt wird auch in Galicien im Nordwesten der Iberischen Halbinsel. Mariano Rajoy – Oppositionsführer in Madrid – will seine Heimatregion zurückerobern. Bis 2005 hatten seine Konservativen hier die absolute Mehrheit, seitdem regieren die Sozialisten unter Emilio Perez Tourino in einer Koalition mit Nationalisten. Nach Umfragen wird ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen beiden Lagern erwartet.