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Opel will sich von General Motors abkoppeln

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Opel will sich von General Motors abkoppeln

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Im Ringen um sein Überleben will sich Opel von dem schwer angeschlagenen Mutterkonzern General Motors abkoppeln. Einen entsprechenden Rettungsplan verabschiedete der Aufsichtsrat bei einer Sitzung in Rüsselsheim. Der Vorsitzende des Gremiums und Chef von GM-Europa, Carl-Peter Forster betonte, dass ein Unternehmen von der Größe von Opel in Europa Teil eines großen Konzernverbundes sein müsse. “Wir halten es deshalb für richtig, dass Opel in Europa Teil des General Motors Konzernverbunds bleibt, Zugang zu Technologien hat, allerdings in einer gesellschaftsrechtlichen Form, die deutlich unabhängiger ist, als das heute der Fall ist.” Der Plan habe die Zustimmung von General Motors, erklärte Forster. Opel soll als Teil des GM-Konzernverbunds für Investitionen von Dritten offen sein: Die Vorteile einer solchen Konstruktion betonte der Chef des Gesamtbetriebsrats von Opel, Klaus Franz: “Mit diesem neuen Unternehmenskonzept ist die Möglichkeit geschaffen, dass Händler, Beschäftigte und andere Investoren in den neuen Opel investieren können und Anteile erwerben können.” Zehntausende Mitarbeiter von Opel und der britischen Schwestermarke Vauxhall waren am Donnerstag bei einem europaweiten Aktionstag an 14 Standorten auf die Straße gegangen. Allein am Opel-Stammsitz Rüsselsheim beteiligten sich nach Gewerkschaftsangaben 15 000 Menschen.