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Riesenverlust - Sony-Konzernpräsident gibt auf

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Riesenverlust - Sony-Konzernpräsident gibt auf

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150 Milliarden Yen – rund 1,2 Milliarden Euro – so hoch dürfte das Minus beim japanischen Elektronikriesen Sony für das laufende Geschäftsjahr ausfallen. Konzernpräsident Ryoji Chubachi weiss nicht mehr weiter und räumt im April seinen Posten.

Seine Funktion übernimmt künftig Vorstandschef Howard Stringer mit. Stringer: “Wir wollen bei der Krisenbewältigung zur Spitzengruppe gehören. Die zweite Herausforderung ist der Konkurrenzkampf auf unseren Produktmärkten in der Konsumelektronik. Da haben uns gewaltige Kräfteverschiebungen zu schaffen gemacht.” Vor allem der rapide Yen-Anstieg und sinkende Verkaufzahlen hatten dem Ergebnis zugesetzt. Sony-Konsumelektronik wird zu 80 Prozent exportiert. Die Produktpalette soll nun in zwei Gruppen besser dem Konkurrenzdruck trotzen – die Bereiche Videospiele und PC und andererseits Digital- und Videokameras sollen unter Hochdruck nach Synergien suchen. Sony will auch nahezu jede zehnte Stelle streichen. Insgesamt droht Japan in eine Depression abzurutschen. Das ist eine lang anhaltende Phase mit stark zurückgehender Wirtschaftsleistung und zugleich sinkenden Verbraucherpreisen. Die Industrieproduktion brach allein im Januar um 10 Prozent ein – der stärkste jemals verzeichnete Rückgang.