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Weichen für Hochgeschwindigkeitstrasse gestellt

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Weichen für Hochgeschwindigkeitstrasse gestellt

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Die Zugverbindung Turin-Lyon kommt politisch ins Rollen. Das bis zu 20 Milliarden Euro teure Projekt soll eine Hochgeschwindigkeitsverbindung für Fracht und Passagiere durch die südlichen Alpen schaffen.

Auf einem Gipfel vor wenigen Tagen haben beide Seiten – die französische und die italienische Regierung – endgültig ihr grünes Licht gegeben. Es wird damit gerechnet, dass man fünfeinhalb Jahre braucht, um den Weg durch die Alpen freizubohren. Der italienische Beauftragte für die Verbindung Lyon-Turin Mario Virano zieht Bilanz: “Jetzt wird gerade daran gearbeitet, das Vorprojekt der gesamten Linie Turin-Lyon von der französischen Grenze bis zur Strecke Turin Mailand festzulegen – und das mit dem Einverständnis der meisten lokalen Verwaltungen, wenn man diese Situation mit dem Arbeitskampf von 2005 vergleicht, dann kann man aufatmen.” Damals entzündeten sich Proteste mehrerer Gemeinden auf italienischer Seite. Bilder der Vergangenheit für den französischen Beauftragten. Er zeigte sich davon überzeugt, dass der Projektbeginn näherrückt: “Ich habe sehr aufmerksam die Ausführungen verfolgt. Was heute erklärt wurde, war sehr klar definiert. Der italienische Beauftragte Virano hat große Überzeugungsarbeit geleistet und sich den Respekt aller teilnehmenden Parteien verdient. Wir werden mit einem angepassten Zeitplan das Werk vollenden.” Der sieht vor, dass die Projektphase 2012 endet. Ein Jahr später ist Baubeginn. In Frankreich wurden bereits sechs Kilometer freigelegt. Die Hochgeschwindigkeitstrasse soll sich über eine Länge von 280 km erstrecken. Schätzungen zufolge rollt der erste Zug nicht vor 2022 durch die Alpen.