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Irakische Reaktionen auf US-Truppenabzug

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Irakische Reaktionen auf US-Truppenabzug

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Die Einzelheiten zum amerikanischen Truppenabzug aus dem Irak sind nun bekannt: Innerhalb von achtzehn Monaten soll der größere Teil der Soldaten das Land verlassen. Viele Iraker begrüßen den Abzug – fast sechs Jahre nach dem Einmarsch.

“Das irakische Volk ist erleichtert”, sagt ein Mann in Bagdad; “der Rückzug bedeutet für die Iraker die vollständige Unabhängigkeit.” – “Militärisch kann Amerika jetzt nichts mehr erreichen”, meint hier ein anderer. “Man beruhigt die Iraker, und es ist wichtig für das amerikanische Volk, aber der Abzug zeigt Amerikas Scheitern im Irak.” Im Irak sind zur Zeit rund 140000 amerikanische Soldaten. Ihr schneller Abzug war eines der wichtigsten Versprechen in Barack Obamas Wahlkampf. Nun, als amerikanischer Präsident, gut einen Monat nach seinem Amtsantritt, stellte er seine Pläne dafür vor. Dabei versuchte er, Bedenken zu zerstreuen: Auch in den nächsten Monaten werde es gefährlich bleiben, sagte Barack Obama. Aber die Soldaten hätten Opfer gebracht, und deshalb gebe es schwerverdiente Fortschritte. Man übergebe den Irak jetzt seinem Volk: Das sei der Anfang vom Ende dieses Kriegs. Bis zu fünfzigtausend Soldaten bleiben allerdings noch, als Hilfe für die irakische Armee oder zum Schutz amerikanischer Einrichtungen. Auch für sie ist aber spätestens Ende 2011 Schluss – wie es mit der irakischen Regierung vor einiger Zeit schon vereinbart wurde.