Eilmeldung

Eilmeldung

Spanien vor spannenden Wahlen

Sie lesen gerade:

Spanien vor spannenden Wahlen

Schriftgrösse Aa Aa

In zwei spanischen Regionen wird am Sonntag gewählt: Im Blickpunkt steht dabei vor allem die Wahl im Baskenland. Umfragen sehen einen möglichen Machtverlust der gemäßigten Nationalisten, die hier seit fast dreißig Jahren regieren.

Auf den Stimmzetteln fehlen zum ersten Mal die radikalen Nationalisten: Wegen ihrer Nähe zu den bewaffneten Separatisten der ETA sind alle ihre Gruppen verboten. Ministerpräsident Juan José Ibarretxe führt bisher ein Bündnis seiner gemäßigten Nationalisten mit zwei kleineren Partnern. Eine ausreichende Mehrheit scheint für sie aber diesmal außer Reichweite – auch wenn Ibarretxe vom Verbot der Radikalen profitieren könnte: Schließlich verfolgt auch er einen umstrittenen Plan für die Unabhängigkeit – wenn auch per Volksabstimmung, nicht durch Gewalt wie die ETA. Die Sozialisten, im Baskenland angeführt von Patxi López, könnten ebenso stark abschneiden wie Ibarretxes Partei. Als Partner hat sich schon ausgerechnet die konservative Volkspartei angeboten, die auf gesamtspanischer Ebene in Opposition zu den Sozialisten steht. Die zweite Wahl findet in Galizien statt: Dort führen die Sozialisten von Spaniens Regierungschef José Luis Rodríguez Zapatero ein Bündnis mit den Nationalisten; die Volkspartei ist in der Opposition. Dabei war für sie Galizien lange eine Hochburg: Ihr Parteichef Mariano Rajoy stammt sogar von hier, bis 2005 regierten sie mit absoluter Mehrheit – die sie nun wieder zurückerobern möchte. Die Umfragen in Galizien sehen beide Lager Kopf an Kopf.