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Letzter Tanz: Rios Sambaschulen beim Defilee

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Letzter Tanz: Rios Sambaschulen beim Defilee

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Karneval ist vorbei, auch in Rio de Janeiro. Gelegenheit also für Rios beste Sambaschulen, ohne Stress und Wettbewerbsdruck zu zeigen, was sie können. Sechs Finalisten hatten um den Titel getanzt. Gewonnen hatte die Gruppe Salgeiro, erstmals wieder seit 16 Jahren.

Doch im Sambodrom, dem vor 25 Jahren vom brasilianischen Star-Architekten Oscar Niemeyer gebauten Stadion, ging es gestern nur um die Show. 82 Minuten hat jede Schule dafür Zeit. Auf der rund 800 Meter langen Strecke tummeln sich jeweils an die 4000 Tänzer. “Ich bin so glücklich, dass meine Schule dabei ist, ganz egal, ob wir erste oder letzte im Ranking sind”, sagt eine Tänzerin. Und eine andere jubelt: “Wir sind so froh, denn alle Champions sind hier versammelt. Diese Parade ist freier, der Druck ist geringer. Aber wir wissen natürlich, was wir geleistet haben, um jetzt dabei zu sein.” Millionen verschlingen die Defilees – und spülen zugleich Abermillionen in Rios Kassen. In diesem Jahr hatten die Behörden mehr als 700.000 Besucher erwartet.