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Vor Geberkonferenz: Blair besucht Gazastreifen

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Vor Geberkonferenz: Blair besucht Gazastreifen

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Am Tag vor der Geberkonferenz für den Gazastreifen hat der Sondergesandte des Nahost-Quartetts, Tony Blair, das Palästinensergebiet besucht. Es ist Blairs erste Visite des Gazastreifens seit seiner Ernennung im Juni 2007. Das Gebiet wird von der radikalislamischen Hamas kontrolliert. Dem Quartett gehören die Vereinten Nationen, die USA, die EU und Russland an.

Blair forderte eine dauerhafte Friedenslösung für die Palästinenser: “Es wird Geld fließen, und wahrscheinlich wird ein beachtlicher Betrag auf der Konferenz zugesagt werden. Doch dieses Geld wird keine dauerhafte Wirkung entfalten ohne eine politische Lösung.” Nach der dreiwöchigen Militäroffensive mit mehr als 1400 Toten ist der Gazastreifen schwer zerstört. Zur morgigen Geberkonferenz im ägyptischen Scharm-el-Scheich werden Vertreter aus 45 Staaten erwartet. EU-Chefdiplomat Javier Solana stellte 435 Millionen Euro in Aussicht. US-Außenministerin Hillary Clinton forderte von Israel eine Öffnung der Grenzübergänge. In Sderot, nahe des Gazastreifens, besichtigte Blair Trümmer von Raketen, die militante Palästinenser auf Israel abgefeuert hatten. Auch in der Nacht schlug wieder eine Rakete in Aschkelon ein. Israel scheidender Ministerpräsident Ehud Olmert kündigte eine “schmerzhafte Antwort” an.