Eilmeldung

Eilmeldung

Anbauverbot für transgenen Mais setzt sich durch

Sie lesen gerade:

Anbauverbot für transgenen Mais setzt sich durch

Schriftgrösse Aa Aa

Österreich und Ungarn können auch weiterhin den Anbau von genmodifiziertem Mais verbieten. Die Umweltminister der EU unterstützten das Anbauverbot für die transgene Maissorte MON 810 des US-Konzerns Monsanto, das in beiden Ländern gilt.

Sie stimmten mehrheitlich gegen das Vorhaben der EU-Kommission, die unter Druck der Welthandelsorganisation die Verbote aufheben will. Nur Großbritannien, die Niederlande, Schweden und Finnland sprachen sich dafür aus. In der EU ist der Anbau grundsätzlich zugelassen, doch können die Mitgliedsstaaten nationale Verbote verhängen, wenn sie wissenschaftlich die Risiken nachweisen. Die Europäische Agentur für Lebensmittelsicherheit hält transgenen Mais für unbedenklich für die Verbraucher. Auch Deutschland, wo derartiger Mais angebaut wird, unterstützte Österreichs Verbot – ein Zugeständnis an die Bürger, so Umweltminister Siegmar Gabriel: Er könne nicht erkennen, warum die EU den Interessen eines einzigen US-Konzerns folgen und damit die Mitgliedstaaten und die europäischen Bürger gegen sich aufbringen solle. Deutschland prüft derzeit Verbots-Möglichkeiten. Nach dem Votum können auch Frankreich und Griechenland hoffen, für die ebenfalls demnächst eine Entscheidung der Umweltminister ansteht.