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Beim EU-Krisengipfel in Brüssel standen zwei Themen im Vordergrund

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Beim EU-Krisengipfel in Brüssel standen zwei Themen im Vordergrund

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Protektionismus und Finanzhilfen für Osteuropa. Demonstrative Einigkeit hatten sich die Staats- und Regierungschefs verordnet, den Schein eines einigen Europas wahren, so kurz vor dem G-20 Gipfel am 2.April in London. Doch hinter den Kulissen hat es gekracht. Vor allem Frankreich liegt über Kreuz mit der tschechischen Ratspräsidentschaft, weil die Franzosen protekionistische Töne angeschlagen haben, um ihre Autoindustrie zu schützen.

Beschwörungen von Premierminister Gordon Brown: “Die ganze Welt muss darin übereinstimmen, so wie wir dies heute getan haben, dass jeder Protektionismus abzulehnen ist. Es ist ein Weg der in Ruin und tiefe Rezession führt. Wir stimmen darin überein, dass wir transparent und genau prüfen wollen, ob alle sich an diese Regeln halten.”

Für die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel war vor allem der Hilferuf Osteuropas nach Finanzspritzen wichtig. Sie sagte: “Wir haben Ungarn geholfen in einer schwierigen finanziellen Situation. Wir haben Lettland geholfen in einer finanziell schwierigen Situation. Es hat aber jetzt überhaupt keinen Sinn allgemeine Spekulationen zu machen und es sind auch keinerlei Pläne oder ähnliches dort vorgestellt worden, wie man es heute zum Teil lesen konnte.” Klar ist jedenfalls, bis zum Weltfinanzgipfel in London müssen die Europäer noch viel Hausaufgaben machen um im Konzert der großen Blöcke eine führende Rolle zu spielen.