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Gaza-Geber fordern politische Lösung

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Gaza-Geber fordern politische Lösung

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Ägyptens Präsident Husni Mubarak hat bei der Gaza-Geberkonferenz in Scharm el Scheich eine politische Lösung im Nahen Osten angemahnt. Er bedauerte, dass Israel die Verhandlungen mit der Hamas verlassen habe. An dem Treffen nehmen Vertreter von mehr als 80 Staaten und Organisationen teil.

US-Außenministerin Hillary Clinton sagte, das Ziel bleibe ein palästinensischer Staat. Wie Clinton forderten auch Vertreter der EU eine Öffnung der Grenzübergänge. Palästinenserpräsident Mahmud Abbas sagte, alle Wiederaufbaumaßnahmen blieben unzureichend ohne eine politische Lösung. Die internationalen Zusagen für Wiederaufbau und humanitäre Hilfe übersteigen die von Abbas erhofften zwei Milliarden Euro – nichts davon soll der Hamas zu Gute kommen, die den Gazastreifen kontrolliert. Ein Sprecher der radikal-islamischen Organisation, die vom Westen als Verhandlungspartner abgelehnt wird, forderte die Konferenz auf, das Geld direkt den Palästinensern zukommen zu lassen, ohne auf den inner-palästinensischen Konflikt Einfluss zu nehmen. Der dreiwöchige Krieg hat die humanitäre Lage der Palästinenser im Gazastreifen dramatisch verschlimmert. Häuser, Schulen, Straßen und Wasserversorgung sind zerstört. Bei der israelichen Offensive waren im Januar mehr als 1400 Menschen getötet worden.