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Kein Putsch nach Präsidentenmord

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Kein Putsch nach Präsidentenmord

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Nach dem Mord an Präsident Joao Bernardo Vieira sind in Guinea-Bissau sieben Tage Staatstrauer ausgerufen worden. Die militärische Führung des Landes distanzierte sich unterdessen von dem Mord. Zunächst hatte es geheißen, Vieira sei von Soldaten als Vergeltungsaktion erschossen worden, denn am Sonntag war der Armeechef bei einem Anschlag gestorben, für den viele den jetzt ermordeten Staatschef verantwortlich gemacht hatten.

Der 69-jährige Vieira war erschossen worden, als sein Haus angegriffen wurde und er zu fliehen versuchte. Seine Frau überlebte und flüchtete portugiesischen Medien zufolge in die angolanische Botschaft. Die frühere portugiesische Kolonie hat in der Vergangenheit mehrere Putsche erlebt. Erst vor drei Monaten hatten Soldaten einen Anschlag auf die Residenz des Präsidenten verübt. Ein Sprecher für die Militärführung sagte, die Situation in Guinea-Bissau sei “unter Kontrolle”. Die Streitkräfte sicherten unterdessen Gehorsam gegenüber den Staatsinstitutionen zu. Die Bevölkerung wurde dazu aufgerufen, Ruhe und Ordnung zu wahren.