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Kein Rundumhilfspaket für Osteuropa

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Kein Rundumhilfspaket für Osteuropa

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Prag feiert schon einmal vorfristig fünf Jahre EU-Osterweiterung – doch über die Krisenstimmung täuscht das kaum hinweg. Bei einer Konferenz zur Erweiterung lobte der tschechische EU-Ratspräsident die wirtschaftlichen Fortschritte, das Überwinden des Eisernen Vorhangs. Tags zuvor hatte die Union beim Krisen-Sondergipfel alle Anzeichen von Spaltung zwischen Ost und West erst übertünchen müssen.

Das von Ungarn geforderte Milliarden-Hilfspaket für den Osten kam nicht durch: Selbst die betroffenen Länder wollten nicht alle in den selben Topf der Bittsteller geworfen werden. Auch über einen beschleunigten Beitritt zur Eurozone, unter das Schutzschild der Gemeinschaftswährung, will man offiziell bislang nicht reden. Aber es sei, so der litauische Ministerpräsident Andrius Kubilius, bei den Gipfelgesprächen von Seiten der großen europäischen Mitgliedsstaaten erklärt worden, dass man über solch eine Möglichkeit in privaterem Kreise diskutieren solle – ohne speziell aber Litauen zu nennen. Bislang hält die EU die strengen Beitrittskriterien zur Euro-Zone hoch. Doch mehrere Gipfelteilnehmer zeigten sich offen, über neue Bedingungen für die Vorphase vor dem Beitritt zur Gemeinschaftswährung nachzudenken.