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Rekordverluste und Rekord-Kapitalerhöhung für HSBC

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Rekordverluste und Rekord-Kapitalerhöhung für HSBC

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Die Wirtschaftskrise macht auch vor der größten Bank Europas nicht halt: Der Gewinn der britischen HSBC brach im vergangenen Jahr um 70 Prozent auf 4,5 Milliarden Euro ein. Um der Situation die Stirn zu bieten, plant das Unternehmen eine Rekord-Kapitalerhöhung. Damit sollen über 14 Milliarden Euro erlöst werden. In den USA sollen 6000 Arbeitsplätze gestrichen werden. Außerdem trennt sich der Bankkonzern dort von einem Großteil seines verlustreichen Geschäfts mit Konsumkrediten.

HSBC-Chef Michael Geoghegan erklärte das mit der besonders schwierigen Situation in den USA. Im Bereich der Konsumkredite gebe es dort für seine Bank keinen profitablen Markt mehr. Deshalb würden die US-Filialen dieses Geschäft einstellen und sich in der Zukunft auf die Vergabe von Immobilienkrediten konzentrieren. Für die Kapitalerhöhung ist die Ausgabe neuer Aktien geplant. Damit bleibt HSBC neben Barclays die einzige britische Großbank, die sich für ihre Finanzspritzen nicht aus dem Rettungstopf der Regierung bedient.