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Streit um chinesische Beutekunst immer skurriler

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Streit um chinesische Beutekunst immer skurriler

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Der Streit um die in Paris versteigerten chinesischen Bronzefiguren aus der Kunstsammlung von Yves Saint Laurent wird immer skurriler. Bei 31 Millionen Euro war für Kaninchen und Ratte der Hammer gefallen. Sollte der meistbietende Chinese nicht zahlen wollen, blieben die Werke eben zu Hause, sagte Pierre Bergé, der Lebensgefährte des verstorbenen Modeschöpfers.

Ein Berater des Fonds für chinesische Nationalschätze hatte den Zuschlag erhalten. Cai Mingchao sagt, er habe im Namen des Volkes gehandelt. Geld könne keines fließen. China fordert seit langem die Beutekunst zurück, scheiterte aber vor einem Pariser Gericht. In die Ersteigerung will Peking nicht eingeweiht gewesen sein. Ein Sprecher bot aber an, über die Rückgabe zu verhandeln. Vielleicht aber zahlt der nun im Rampenlicht stehende Bieter doch. Denn der sei, so ein Experte, als großer Sammler bekannt. Er habe bereits einen Buddha für 15 Millionen Euro zurückgeholt, er sei durchaus im Stande zu zahlen. Und die Chinesen verlören ja nur ungern das Gesicht. Die Bronzeköpfe waren vor 150 Jahren bei der Plünderung des Pekinger Sommerpalasts durch britische und französische Truppen gestohlen worden. Sie stellen die zwölf Tierkreiszeichen dar. Von von ihnen kehrten bislang zurück.